Was ist Schuppenflechte (Psoriasis)?

Schuppenflechte, medizinisch als Psoriasis bezeichnet, ist eine nicht ansteckende Erkrankung der Haut, die mit einem Entzündungsprozess einhergeht. Die dabei auftretenden entzündlichen und oft juckenden Hautveränderungen und -rötungen sind zwar meist gut behandelbar, aber bisher nicht heilbar. In Deutschland sind schätzungsweise 2 Millionen Menschen von der Krankheit Schuppenflechte betroffen.



Die Zahl der Menschen, die in Deutschland von Schuppenflechte (Psoriasis) betroffen sind, basiert auf Schätzungen. Man geht davon aus, dass etwa 2 bis 3 Prozent der Bevölkerung, also rund 2 Millionen Menschen, an der chronischen, nicht ansteckenden Hauterkrankung leiden. Treffen kann es jeden, der die Veranlagung für Psoriasis hat, unabhängig von Geschlecht und Alter.
Es sind verschiedene Faktoren bekannt, die Einfluss auf die Entstehung einer Schuppenflechte haben. Dazu zählen unter anderem die genetische Veranlagung, innere und äußere Reize sowie das Immunsystem. Deshalb lässt sich einer Schuppenflechte nicht direkt vorbeugen. Es gibt allerdings begünstigende Faktoren, die einen Schub der Erkrankung auslösen oder verstärken können. Dazu zählen Stress, Nikotin, übermäßiger Alkoholgenuss, ungesunde Ernährung (zu fettes Essen und Übergewicht) sowie Medikamente. Auch Infektionskrankheiten, Stoffwechselstörungen, hormonelle Umstellungen (Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre) und andere umweltbedingte Einflüsse können die Erkrankung auslösen oder einen Schub begünstigen. Wenn Sie bereits eine Veranlagung für die Erkrankung an Psoriasis haben, kann eine rechtzeitige Behandlung mit LOYON® die Krankheit früh eindämmen.
Psoriasis verläuft bei jedem Mensch anders. Zeiten mit nur wenigen Symptomen wechseln sich ab mit Zeiten, in denen das Hautbild schlechter ist. Es ist möglich, dass Psoriasis nur ein einziges Mal für eine begrenzte Zeit auftritt, die Regel sind aber chronische, wiederkehrende Schübe.
Typisch und namensgebend für Schuppenflechte sind erhabene Hautareale mit silbrig glänzenden Schuppen auf geröteter, entzündeter Haut. Darüber hinaus gibt es weitere Erkennungsmerkmale: Hinterlässt das vorsichtige Abkratzen der Schuppen eine Spur wie bei einem Wachsfleck einer Kerze, wird das als Kerzenwachsphänomen bezeichnet. Wenn sich das unter den Schuppen liegende dünne Häutchen ablösen lässt (Phänomen des letzten Häutchens) und darunter punktförmige Blutungen (Auspitzphänomen) auftreten, ist dies ebenso typisch für die Schuppenflechte.
Die oberste Hautschicht erneuert sich bei jedem Menschen im Laufe eines Monats komplett neu. Bei Schuppenflechte läuft dieser Prozess hingegen innerhalb von nur 5 Tagen ab. Die neuen Hornzellen (Keratinozyten) bilden sich somit nicht nur schneller, sondern sie haben auch zu wenig Zeit, um vollständig auszureifen. Durch die starke Ansammlung dieser unreifen Zellen bilden sich die typischen silbrigen Schuppen der Psoriasis.
Man geht davon aus, dass dieser Prozess durch eine Fehlfunktion des Immunsystems ausgelöst wird. Dabei bekämpft das Immunsystem die körpereigenen Hautzellen, weil es sie mit eingedrungen Keimen verwechselt. In den betroffenen Bereichen kommt es zu einer Entzündungsreaktion, wodurch sich die Haut unter den Schuppen tiefrot färbt.
Nein, die Erkrankung betrifft zwar vorwiegend die Haut, bei rund 25 % der Betroffenen erkranken allerdings auch die Gelenke von Fingern, Zehen oder der Wirbelsäule. Diese als Psoriasis-Arthritis bezeichnete Krankheitsform macht sich vor allem durch Schmerzen und Bewegungseinschränkungen in den Gelenken bemerkbar und kann auch ohne Hauterscheinungen auftreten.
Nur in sehr schweren Fällen und bei bestehenden Begleiterkrankungen kann die Erkrankung die Lebenszeit verkürzen. Laut einer Studie sterben Patienten mit schwerer Psoriasis 3 bis 4 Jahre früher als Menschen ohne die Erkrankung. Hier finden Sie alles zur Behandlung von Schuppenflechte.
Ja, denn die Schuppenflechte selbst hat keinen Einfluss auf die Gesundheit des ungeborenen Babys. Lediglich das Risiko, an Schuppenflechte zu erkranken, kann an das Kind vererbt werden. Gegebenenfalls ist die Medikation anzupassen, da einige Medikamente (z. B. Vitamin-A-Derivate) dem Baby in Schwangerschaft und Stillzeit schaden können. Auch der Wirkstoff Salicylsäure kann durch äußerliche Anwendung über die Haut aufgenommen werden und somit zum Kind gelangen. Dadurch können möglicherweise Herz und Nieren des Babys geschädigt werden. Weiterführende Informationen zur Sexualität bei Schuppenflechte finden Sie hier.
Reisen in Länder mit sonnig-trockenem Klima können den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen. Urlaubsreisen in Länder mit feuchtwarmem Klima können dagegen zu einer Verschlechterung der Psoriasis führen. Sonnenbaden ist in Maßen erlaubt. Denken Sie dabei unbedingt an den richtigen Sonnenschutz. Rückfettende Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor für empfindliche Haut gehört ins Reisegepäck, genauso wie ausreichende Mengen der benötigten Medikamente. Informieren Sie sich auch über LOYON® Care für die tägliche Pflege von trockener und sensibler Haut.
Eine spezielle Diät für Menschen mit Schuppenflechte gibt es nicht. Allerdings können eine gesunde Ernährung und Sport das Wohlbefinden der Betroffenen fördern. Durch Sport kann zudem Übergewicht abgebaut oder vorgebeugt werden. Denn zu viele Pfunde können nicht nur die Krankheitsentstehung und einen Schub fördern, sondern werden gerade bei einer Arthritis auch zu einer Belastung für die Gelenke.