Aktualisiert am 19.05.2026

Arzt und Patient gemeinsam zum Ziel

Im Gespräch mit Dr. Jacobi zum Thema Psoriasis

Bei einer chronischen Hauterkrankung wie der Psoriasis fühlen sich die Betroffenen schnell hilflos und der Erkrankung ausgeliefert. Dies liegt zum einen an der hohen Krankheitslast und dem oft unzureichenden Zugang zu modernen und wirksamen Therapien. Andererseits führt die Psoriasis als sichtbares Hautleiden oft immer noch zu Benachteiligungen für die Betroffenen. Hier ist weitere Aufklärung und Akzeptanz in der Bevölkerung wichtig.

Für eine erfolgreiche Therapie ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Arzt und Patient sehr wichtig. Ehrliche Kommunikation mit Fingerspitzengefühl ist gerade bei Themen gefragt, die für den Patienten belastend oder unangenehm sind.

Zusätzlich gibt es einige praktische Tipps zur Vorbereitung auf den nächsten Arzttermin, um die Gespräche mit dem Arzt optimal zu nutzen und mehr Sicherheit im Umgang mit der Psoriasis erlangen zu können.

  • Liste der Begleiterkrankungen erstellen:
    Gerade bei einem schweren Verlauf tritt die Schuppenflechte häufig in Verbindung mit anderen Erkrankungen auf. Diese Begleiterkrankungen sind beispielsweise Adipositas, Bluthochdruck, Depression, Diabetes mellitus, Herzinsuffizienz und Herzinfarkt.1-4 
    Deshalb ist ein Ratschlag an alle Patienten: Schreibe auf, welche Krankheiten und Beschwerden du hast und welche davon behandelt werden oder wurden. Gerade wenn du bei unterschiedlichen Ärzten in Behandlung bist, kannst du so sicherstellen, dass alles berücksichtigt wird.
    Bei einer Niereninsuffizienz sollten beispielsweise keine Arzneimittel verwendet werden, die Salizylsäure enthalten – hier kann LOYON® eine schonende Alternative bei der Entschuppung sein.
  • Liste der Medikamente erstellen:
    Eine weitere wichtige Empfehlung ist: Notiere dir, welche Medikamente du gegen deine Psoriasis nimmst oder in der Vergangenheit verwendet hast – und schreibe dazu, wie gut dir diese geholfen haben und ob du unter Nebenwirkungen gelitten hast.
    Ergänzen Sie auch Medikamente, die Sie gegen Begleiterkrankungen einnehmen.
    So können Sie den Arzt bei der Auswahl der Therapie unterstützen und es können mögliche Wechselwirkungen berücksichtigt werden.
  • DLQI-Fragen beantworten: 
    Die Lebensqualität ist bei Patienten mit Psoriasis häufig stark beeinträchtigt. Um die subjektiven Auswirkungen auf die Lebensqualität zu erfassen, wird oft der Dermatologische Lebensqualitäts-Index (DLQI) verwendet.5 Er misst neben dem Einfluss der Psoriasis auf die Psyche auch die aktuellen Auswirkungen auf Alltag, Beruf, Freizeit und persönliche Beziehungen. Viele Hautärzte führen diese Befragung bereits regelmäßig durch. Für Patienten ist es sinnvoll, den DLQI-Fragebogen  immer vor der nächsten Vorstellung beim Dermatologen auszufüllen, beispielsweise direkt im Wartezimmer oder schon zu Hause. Damit bekommen die Betroffenen selbst einen Eindruck vom Verlauf ihrer Erkrankung und können anhand dieser Dokumentation mit ihrem Arzt über die Bereiche sprechen, die für sie belastend sind oder sich in letzter Zeit verschlechtert haben.
  • Fotos von betroffenen Hautpartien: 
    Einige Praxen verwenden zur Beurteilung des Krankheitsverlaufs eine Fotodokumentation. So können Arzt und Patient eindrucksvoll sehen, ob sich eine Therapie als wirksam erwiesen hat oder ob es Verschlechterungen gab. Für den Dermatologen dient diese Methode neben der Therapieentscheidung auch zur Dokumentation des Krankheitsverlaufes in der Kommunikation mit Kostenträgern (Krankenkassen). Als Patient kann eine eigene Fotodokumentation zu Hause außerdem sinnvoll sein, um auf bestimmte Probleme aufmerksam zu machen und diese besonders im Blick zu behalten.