Aktualisiert am 19.05.2026
Sonnenlicht hat eine positive Wirkung auf die Schuppenflechte. Du solltest die Sonne jedoch maßvoll genießen, denn übermäßige Sonneneinstrahlung schadet der Haut und ein Sonnenbrand kann die Psoriasis verschlimmern und einen Schub auslösen. Sonnenschutz ist daher auch mit Schuppenflechte wichtig.
Darüber hinaus gibt es Medikamente, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Besprich mit deinem Arzt, ob dies bei deiner Therapie der Fall ist. Den günstigen Effekt von UV-Strahlen auf die Psoriasis macht sich auch die Lichttherapie zunutze. Näheres dazu erfährst du hier.
Einige Menschen mit Hauterkrankungen haben die Erfahrung gemacht, dass äußerlich aufgetragene Öle eine positive Wirkung entfalten. Aber nicht jedes Öl ist hierfür geeignet. Kokosöl wird beispielsweise eine entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben. Allerdings gibt es abhängig vom Hauttyp unterschiedliche Erfahrungen.
Das häufig empfohlene Olivenöl oder olivenölhaltige Präparate weisen Nachteile auf. So kann Olivenöl aufgrund seiner wechselnden Zusammensetzung keine medizinischen Qualitätsstandards erfüllen. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Olivenöl die Barriere-Eigenschaften der Haut verschlechtert. Andere Öle wie Erdnussöl, könnnen Allergien auszulösen.
Bäder: Wohltuend und pflegend
Schuppenflechte kann mit Salzbädern, die einen sehr hohen Salzgehalt von 20 bis 30 % haben, unterstützend behandelt werden. Die Soletherapie wird in Kliniken oder beim Hautarzt durchgeführt. Die wohltuende und pflegende Wirkung von Bädern kannst du jedoch auch zu Hause nutzen, etwa mit Salzbädern oder auch ölhaltigen bzw. rückfettenden Badezusätzen. Zusätzlich kann ein Wannenbad sehr entspannend sein.
Sorge nach dem Baden, insbesondere nach einem Salzbad, für eine gründliche Hautpflege. Wenn das Bad in der Wanne auch noch so wohltuend ist: um die Haut nicht zu reizen, sollten Bäder nicht zu ausgedehnt und auch nicht zu heiß sein.
Aloe vera: Grünes Wunder?
Aloe vera erfreut sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit, auch als Pflege bei Hauterkrankungen wie Psoriasis. Das Extrakt der kakteenähnlichen Pflanze ist in vielen Kosmetikprodukten enthalten und als Gel oder Saft erhältlich. Bei Hauterkrankungen wird es äußerlich aufgetragen und gilt als hautberuhigend.
Einen wissenschaftlichen Nachweis über die Wirkung von Aloe vera bei Schuppenflechte gibt es bislang nicht. Als unerwünschte Wirkungen bei der äußerlichen Anwendung von Aloe vera können ein Brennen auf der Haut, allergische Reaktionen oder Juckreiz auftreten.
Schuppenflechte: Klimatherapie
Die Klimatherapie macht sich die Tatsache zunutze, dass die Kombination von Salzwasser und UV-Licht vielen Menschen mit Schuppenflechte guttut. In der Regel bedeutet die Klimatherapie einen Aufenthalt am Meer unter sommerlichen Bedingungen.
Eine Kur am Toten Meer, aber auch an der Nord- und Ostsee zählen zu den häufigen Zielen für eine Klimatherapie.