Aktualisiert am 19.05.2026

Schuppenflechte-Ursachen: Wie entsteht Schuppenflechte?

Bis heute sind die genauen Ursachen für die Entstehung einer Schuppenflechte nicht geklärt. Bekannt sind jedoch viele Faktoren, die hierbei eine Rolle spielen. Ob man an Psoriasis erkrankt oder nicht, bestimmt im Wesentlichen die erbliche Veranlagung. Diese ist jedoch nicht die einzige Ursache. Oftmals kommen zusätzliche Auslöser, sogenannte Trigger, hinzu, die zum Ausbruch der Psoriasis führen oder bei bereits Betroffenen einen neuen Schub auslösen oder verschlimmern.

Stress oder andere psychische Belastungen

Stress, Konflikte oder Ängste können ein Auslöser für Schuppenflechte sein. Eine Trennung, Prüfungsangst, Probleme am Arbeitsplatz, finanzielle Sorgen oder auch die Erkrankung selbst sind mögliche Stressquellen.

Infektionserkrankungen

Besonders häufig sind Streptokokken verantwortlich – Bakterien, die zu einer Mandelentzündung oder zu Atemwegserkrankungen führen. Auch Viren, etwa Scharlach- oder Herpes-Viren, können eine Ursache sein.

Verletzungen der Haut

Bei einigen Menschen mit Schuppenflechte führt eine mechanische Reizung der Haut zu neuen Hautveränderungen. Verletzungen, Verbrennungen, Reibung, Kratzen, Austrocknen oder Druck sind dann mögliche Auslöser.

Rauchen

Rauchen kann ein weiterer auslösender Faktor der Schuppenflechte sein. Für eine Raucherentwöhnung bei Psoriasis spricht darüber hinaus, dass sich Rauchen ungünstig auf das Risiko für bestimmte Begleiterkrankungen auswirkt.

Hormone

Eine hormonelle Veränderung kann ein Auslöser für Psoriasis sein. Hormonumstellungen in der Pubertät, den Wechseljahren oder bei einer Schwangerschaft, aber auch Schilddrüsenfunktionsstörungen kommen hierbei infrage.

Klimatische Einflüsse

Während sich die Sonneneinstrahlung im Sommer günstig auf die Haut bei Schuppenflechte auswirkt, berichten viele Menschen mit Psoriasis, dass es in den Übergangsjahreszeiten Frühling und Herbst zu einer Verschlechterung kommt.

Medikamente

Geht eine Psoriasis auf die Einnahme von Medikamenten zurück, sind häufig Blutdrucksenker (Beta-Blocker, ACE-Hemmer), Antidepressiva (Lithium), Antibiotika (Tetracyclin) oder Malariamedikamente (Chloroquin) die Auslöser.

Juckreiz bei Schuppenflechte - Tipps das quälende Symptom zu lindern

Juckreiz (Pruritus) zählt zu den häufigen Beschwerden bei Psoriasis. Bei mehr als 60 % der Menschen mit Schuppenflechte tritt die quälende Begleiterscheinung auf. Das lästige Symptom ist für die Psyche stark belastend und schränkt die Lebensqualität ein.

Die genaue Ursache juckender Haut bei Schuppenflechte ist bis heute nicht bekannt. Juckreiz ist eine eigenständige Sinnesempfindung der Haut, die unabhängig vom Schmerzreiz entsteht. Bestimmte Nervenfasern reagieren auf Botenstoffe, die im Blut und in der Haut ausgeschüttet werden. Die Folge ist Juckreiz. Diese Empfindung wird ins Gehirn transportiert und löst das Verlangen aus, zu kratzen. Dadurch wiederum wird der Juckreiz für kurze Zeit durch einen Schmerzreiz überdeckt. Das Jucken wird so kurzfristig gelindert.

polkadot – stock.adobe.com

Auch wenn es schwer ist zu widerstehen – dem Drang zu kratzen solltest du nicht nachgeben. Kratzen reizt die Haut und kann sie verletzen. Der Juckreiz und die Entzündung werden dadurch weiter verstärkt. Darüber hinaus kann die mechanische Reizung der Haut bei einigen Menschen mit Schuppenflechte neue Symptome in Form von Plaques auslösen. Durchbrich diesen Teufelskreis und versuche stattdessen den Juckreiz zu lindern.

Juckreiz und Psoriasis: Schwere Last für die Psyche

Wenn du Erfahrungen mit Juckreiz bei Schuppenflechte hast, weißt du, dass er sich ganz unterschiedlich äußern kann. Das Jucken wird manchmal als kribbelnd empfunden oder auch als kitzelnd, stechend oder brennend. Es kann von Hitzegefühl und Schmerzen begleitet werden. Menschen mit Schuppenflechte berichten zudem häufig, dass der Juckreiz begonnen hat oder stärker wurde, nachdem sie Stress hatten.

Die Auswirkungen des Juckreizes bei Schuppenflechte sind vielfältig und häufig schwerwiegend. Insbesondere die Psyche wird durch die belastende Begleiterscheinung beeinträchtigt:

  • Oft werden die juckenden Stellen als quälend, lästig oder sogar unerträglich empfunden.
  • Die Konzentrationsfähigkeit ist in vielen Fällen bei Juckreiz eingeschränkt.
  • Schlaflosigkeit zählt zu den häufigen Folgen des Hautjuckens.
  • Je ausgeprägter der Juckreiz bei Psoriasis ist, desto stärker ist auch die Einschränkung der Lebensqualität.
  • Nicht selten geht das Hautjucken mit Gefühlen von Stigmatisierung, Ablehnung und Scham einher.
  • Die psychische Belastung durch Juckreiz bei Schuppenflechte kann eine Depression verstärken

Psoriasis-Juckreiz lindern: Tipps und Tricks

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Behandlung

Wenn du unter Juckreiz leidest, sprich dies in deiner hautärztlichen Praxis an, damit das Hautjucken bei der Behandlung berücksichtigt wird. Die eigentliche Therapie der Schuppenflechte ist in der Regel auch wirksam gegen das Jucken. Es gibt jedoch auch Medikamente, die speziell gegen Juckreiz eingesetzt werden (Antihistaminika).

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Hautpflege

Trockene Haut fördert den Juckreiz. Achte auf eine gründliche Hautpflege, zum Beispiel mit Cremes oder Lotionen, um ein Austrocknen der Haut zu verhindern und den Juckreiz zu lindern.

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Stressbewältigung

Stress kann Juckreiz auslösen oder verstärken. Lerne besser mit Stress umzugehen, indem du zum Beispiel eine Entspannungstechnik wie progressive Muskelentspannung erlernst.

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Hautfreundliche Kleidung

Bevorzuge leichte und atmungsaktive Kleidung. Kratzende oder raue Stoffe können sich ungünstig auf das Hautjucken auswirken. Auch einen Hitzestau, etwa durch nicht atmungsaktive Kleidung, solltest du vermeiden, denn dadurch kann der Juckreiz verstärkt werden.

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Kratzen umleiten

Trickse den Kratzreiz aus, indem du ihn umleitest und zum Beispiel die Sofalehne oder die Bettdecke kratzt.

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Ernährung

Achte darauf, ob bestimmte Nahrungsmittel deinen Juckreiz verstärken, und meide diese.

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