Aktualisiert am 19.05.2026

Tipps im Sommer und Winter

Frau im Sommerkleid ohne Schuppenflechte am Arm
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Schuppenflechte im Sommer – Tipps für die warme Jahreszeit

Viele Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis) freuen sich auf den Sommer – denn in dieser Zeit geht es ihrer Haut oft deutlich besser als im Winter. Das Sonnenlicht wirkt sich bei vielen Betroffenen positiv aus und der Umstand, dass die trockene Heizungsluft die Haut nicht mehr belastet, trägt ebenfalls zur Besserung bei. Allerdings sorgen sich einige Betroffene vor den Blicken der Mitmenschen, wenn in sommerlicher Kleidung ihre Schuppen sichtbar sind. Wie du trotz Schuppenflechte im Sommer die warmen Monate genießen und deiner Haut etwas Gutes tun kannst, erfährst du hier. 

Obgleich die Schuppenflechte im Sommer meist weniger problematisch ist als im Winter, gibt es auch in den warmen Monaten einige Fragen, die sich auftun können. Wie sieht es beispielsweise mit dem Schwimmen aus? Und wie viel Sonnenbaden wird empfohlen? Hier findest du Tipps und Ratschläge dazu.

  • Leichte Kleidung gegen Reibung: Viele Betroffene werden es bereits kennen: Druck und Reibung können bei Schuppenflechte den Juckreiz und/oder einen bereits bestehenden Schub verstärken1. Das kann bei eng sitzender Kleidung der Fall sein, die an der Haut reibt. Wähle im Sommer daher leichte, atmungsaktive Kleidung, in der du nicht schwitzt. Geeignete Materialien sind zum Beispiel Leinen oder Baumwolle. Ist die Kleidung etwas weiter geschnitten, kann zudem die Luft besser zirkulieren.
  • Schonende Lösung der Schuppen: Viele Menschen freuen sich im Sommer darauf, endlich wieder luftigere Kleidung zu tragen als im Winter. Menschen mit Schuppenflechte sehen das jedoch oft mit gemischten Gefühlen – denn sie sorgen sich wegen der Blicke der Mitmenschen. Das Keratolytikum LOYON® hilft dabei, das Hautbild zu verbessern: Es trägt dazu bei, die Schuppen schonend zu lösen und so auch Hautirritationen und Juckreiz zu lindern. Zudem wird die Haut auf die nachfolgende Behandlung vorbereitet.
  • Nach dem Schwimmen die Haut pflegen: Baden im kühlen Nass gehört zum Sommer einfach dazu – egal ob im Schwimmbad, Meer oder Badesee. Auch bei Schuppenflechte spricht nichts gegen den Spaß. Wichtig ist lediglich, nicht zu lange im Wasser zu bleiben. Zudem sollte nach dem Schwimmen geduscht werden, um eventuellen Schmutz oder Chlor von der Haut zu waschen. Anschließend vorsichtig mit einem weichen Handtuch abtrocknen und die Haut mit der gewohnten Basispflege eincremen. Ein hoher Salzgehalt im Wasser kann sich bei Psoriasis sogar positiv auswirken, weshalb Klimakuren am Toten Meer zur Behandlung beitragen können2
  • Sonnenbaden in Maßen: Zahlreiche Sonnenanbeter zieht es ins Freie, sobald die Temperaturen nach oben klettern. Das Licht ist nach dem langen Winter nicht nur wohltuend, es kann bei Psoriasis auch das Hautbild verbessern – denn UV-Licht wirkt entzündungshemmend. Ein Sonnenbrand sollte jedoch unbedingt vermieden werden. Verwende daher immer einen ausreichend hohen Sonnenschutz, idealerweise eine rückfettende Sonnencreme. Da die Mittagssonne besonders stark ist, sollte das Sonnenbaden eher auf die Stunden am Nachmittag oder Abend verschoben werden.

Natürlich sind diese Tipps sowohl für den einheimischen Sommer geeignet, als auch bei einem Urlaub in sonnigen Gebieten. Auch auf Reisen sollte auf die Schuppenflechte geachtet werden, um einem Schub vorzubeugen.

Wenn die Schuppenflechte im Sommer schlimmer wird: Köbner-Phänomen

Im Allgemeinen lindert Ultraviolettes Licht (UV-Licht), also Sonnenlicht, Schuppenflechte – da es eine entzündungshemmende Wirkung hat. Möglicherweise kann es so das beschleunigte Wachstum der Hautzellen bremsen. Aus diesem Grund gehört die Therapie mit UV-Licht auch zu den Behandlungsmöglichkeiten von Schuppenflechte. In einigen Fällen führt Sonnenlicht jedoch auch dazu, dass sich die Beschwerden verschlimmern. 

So kann ein Sonnenbrand zur Folge haben, dass sich neue Schuppenherde an dieser Stelle bilden – auch, wenn sie bisher nicht betroffen war. Mediziner bezeichnen den Umstand, wenn durch äußere Reize wie Hautverletzungen neue Schübe auftreten, als Köbner-Phänomen. Ein Sonnenbrand sollte daher unbedingt vermieden werden.

Winter – schwierige Zeit für schuppige Hauterkrankungen

Frau steht im Winter, der als schwierige Zeit für schuppige Hauterkrankungen gilt, draußen und atmet aus.
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Es gibt viele Dinge, auf die man sich im Winter freuen kann, zum Beispiel den ersten Schnee oder Schlittschuhlaufen. Betroffene von schuppigen Hauterkrankungen sehen der kalten Jahreszeit jedoch eher mit Sorge entgegen: Denn häufig verschlimmern sich die Beschwerden von Schuppenflechte und Co. im Winter. Warum ist das so und welche Tipps können helfen?

Was belastet die schuppige Haut im Winter?

Bei schuppigen Hauterkrankungen ist der normale Prozess der Zellerneuerung gestört, bei dem stetig alte Hautzellen durch neue ersetzt werden. Eine mögliche Ursache hierfür ist eine Überreaktion des Immunsystems, das eigene Zellen der Haut angreift. In der Folge leidet die betroffene Haut unter vermehrter Schuppen- und Krustenbildung.

Schuppige Hauterkrankungen im Winter sind kein Vergnügen – vor allem bei der Schuppenflechte (Psoriasis) können stärkere Schübe auftreten. Das hat im Wesentlichen zwei Gründe:

  • In der kalten Jahreszeit herrschen schwierige klimatische Bedingungen für die Haut. Drinnen sorgt die Heizung für warme, aber auch recht trockene Luft – draußen erwartet einen dagegen nasskaltes Wetter. Die Haut trocknet dadurch schneller aus und wird insgesamt empfindlicher.
  • Wer kennt das nicht: Im Winter bekommt man häufig zu wenig Sonne ab. Die UV-Strahlen sind jedoch wichtig, denn sie haben einen entzündungshemmenden Effekt und können sich positiv auf den Verlauf von Schuppenflechte auswirken. Zudem sind sie für die Produktion von Vitamin D unentbehrlich, das ebenfalls Entzündungen entgegenwirken und so den Hautzustand verbessern kann.

Erschwerend kommt hinzu, dass in der kalten Jahreszeit Infektionen wie eine Grippe oder Erkältung häufiger auftreten als in den Sommermonaten. Diese führen bei vielen Psoriasis-Betroffenen wiederum zu einem erneuten Schub, vermutlich, da durch die Infektion das Immunsystem aktiver ist als gewöhnlich. Die Folge ist, dass auch vermehrt eigene Hautzellen angegriffen werden und sich das Hautbild verschlechtert.

Auch im Winter wohlfühlen: Tipps bei schuppigen Hauterkrankungen

Stärkere und häufigere Schübe von schuppiger Haut im Winter können für Menschen mit Schuppenflechte sehr belastend sein. Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du dazu beitragen, dass du dich auch in der kalten Jahreszeit wohl in deiner Haut fühlst.

Wintertipps bei schuppiger Haut:

  • Eine intensive Hautpflege ist bei Schuppenflechte im Winter besonders wichtig. Creme trockene, empfindliche und der Kälte ausgesetzte Hautbereiche gründlich und regelmäßig ein. Nutze – auf deinen Hauttyp abgestimmt – rückfettende Cremes oder Salben. Lass dich hierzu von deinem Apotheker beraten.
  • Mit einem besonders schonenden Lösen der Hautschuppen sorgst du dafür, dass die Haut nicht zusätzlich gereizt wird. Besonders gut geeignet ist dafür LOYON®. Es ist frei von Konservierungsmitteln, Farb- sowie Duftstoffen und kann mit seiner rein physikalischen Wirkweise auch bei empfindlicher Haut angewendet werden.
  • Nutze die Winterferien für eine Reise in trockenes, wärmeres Klima, um deiner Haut eine Auszeit vom Winter zu gönnen. Achte dabei auf ausreichend Sonnenschutz, um einem Sonnenbrand, der wiederum selbst ein Auslöser für einen Schub der Schuppenflechte sein kann, entgegenzuwirken.
  • Einige Menschen mit Schuppenflechte empfinden Saunagänge als sehr angenehm und wohltuend. Sie sollen dazu beitragen, dass sich Hautschuppen leichter lösen lassen und der Juckreiz nachlässt. Zudem spenden Saunagänge im Winter entspannende Wärme und tragen so zum allgemeinen Wohlbefinden bei.
  • Um im Winter die geringere Produktion von Vitamin D auszugleichen, kannst du auch mit der Ernährung einen Beitrag leisten. Schließlich gelangt weniger Sonne, mit der das Vitamin gebildet wird, an unsere Haut. Zu den Vitamin-D-reichen Lebensmitteln zählen unter anderem fetter Seefisch (z. B. Lachs, Hering oder Makrele), Hühnereier, Pilze sowie Gouda.
  • Greife mit Psoriasis im Winter zu warmer und bequemer Garderobe. Ausreichend warme Kleidung schützt die Haut vor Kälte. Nutze das Zwiebelprinzip: Mehrere Kleidungsschichten übereinander können bei Bedarf variiert werden. Achte darauf, dass deine Kleidung locker und bequem sitzt, damit die Haut nicht zusätzlich gereizt wird.
  • Wähle atmungsaktive Kleidung, denn auch das Material spielt eine Rolle. Atmungsaktive Kleidung sorgt dafür, dass kein Hitzestau entsteht. Kratzende Wollmaterialien meide besser. Naturfasern wie Baumwolle oder Seide nehmen Feuchtigkeit auf und sind meist gut verträglich. Bei Bedarf kannst du auch auf Spezialkleidung, etwa von Tepso zurückgreifen.
  • Chemische Rückstände aus Waschmitteln oder Weichspülern können für Hautreizungen sorgen. Auch beim Waschen deiner Wäsche kannst du daher darauf achten, zusätzliche Belastung für deine Haut zu vermeiden. Verzichte auf Weichspüler und gehe sicher, dass Waschmittel während des Waschgangs vollständig aus der Kleidung gespült wurde.